Aktuelles – Riedberg

Richtfest für Gymnasium Riedberg

23.09.2011 [09:49]

Gebäude in Passivhausstandard mit Jugendhaus und Dreifeld-Sporthalle

In großen Schritten geht es voran beim Bau des neuen Gymnasiums Riedberg. Nachdem im November letzten Jahres der erste Spatenstich stattgefunden hat, konnte bereits am 12. September feierlich Richtfest begangen werden. An dem Projekt sind Stadtschulamt, Jugend- und Sozialamt, Stadtplanungsamt und die HA Stadtentwicklungsgesellschaft beteiligt.

Anlässlich des Richtfestes sagte Bürgermeisterin Jutta Ebeling „Das Gymnasium Riedberg ist mit seinem sprachlichen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkt sowie mit der Anbindung an die Goethe-Universität ein Leuchtturm in der Bildungslandschaft. Ich finde es wunderbar, dass dies nun auch am Gebäude sichtbar wird und bin mir sicher, dass uns andere Kommunen um dieses neue Gymnasium beneiden werden.“ Stadträtin Prof. Daniela Birkenfeld, die als Dezernentin für Soziales, Senioren, Jugend und Recht zuständig für das neue Jugendangebot im Stadtteil ist, äußerte sich ebenfalls sehr zufrieden „Wir wollen hier ein Angebot schaffen, dass sich im Schwerpunkt an Zehn- bis 20-Jährige richtet. Neben den klassischen Komponenten solcher Einrichtungen wie Gruppenräume, Jugendcafé und Werkstätten haben wir auch einen Mehrzweckraum für familienorientierte Angebote vorgesehen. Im Einzelnen werden wir die Eckpunkte für das Konzept  bei einer Planungskonferenz festklopfen, die voraussichtlich Anfang 2012 sein wird. So hat es der Jugendhilfeausschuss in der vergangenen Woche beschlossen.“

Der Geschäftsführer der HA Stadtentwicklungsgesellschaft Friedhelm Flug bestätigte, dass der Bau weiterhin planmäßig verlaufe: „ Der Terminplan kann nach heutigem Stand vollständig eingehalten werde. Besonders froh sind wir, dass der anspruchsvolle Siegerentwurf aus dem Architekturwettbewerb 1 : 1 umgesetzt wird, das ist nicht immer selbstverständlich. Für den Stadtteil bedeutet das neue Gymnasium einen weiteren großen Schritt nach vorne.“

Die neue Schule ist die erste Neugründung eines Gymnasiums in Frankfurt seit etwa hundert Jahren. Es entsteht ein Gebäudekomplex mit einem Jugendhaus und einer Dreifeld-Sporthalle für 1.350 Schülerinnen und Schüler. Das zukunftweisende Gebäude in Passivhaustechnologie wird ein Ort zum Lernen und Leben in dem jungen Frankfurter Stadtteil. Planer sind das Büro Ackermann & Raff Architekten und Stadtplaner gemeinsam mit dem Büro Pfrommer + Roeder Freie Landschaftsarchitekten, die als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangen waren. Dieser Entwurf sieht einen großzügig gegliederten Baukörper vor, der den einzelnen Funktionsbereichen jeweils eigene, klar ablesbare „Schulhäuser“ zuweist. Nach Auffassung der Wettbewerbsjury erleichtert diese Struktur die Orientierung im Innern der großen Schule und führt zur schnellen Identifikation der Schüler und Lehrer mit „ihrer“ Schule. Die neue Schule wird neben einem Lernort auch ein Ort zum Leben: Geplant ist der Ausbau zu einem Ganztagsschulbetrieb mit vielfältigen Angeboten. Die geplante Dreifeldersporthalle wird offen für den Vereinssport sein und so weitere Angebote für die Bewohner des Stadtteils bereitstellen. Mit der Fertigstellung des Gebäudekomplexes ist im Frühjahr 2013 zu rechnen.

Zahlen – Daten – Fakten

 

Projekt:
Gymnasium, Jugendhaus, Dreifeld-Sporthalle und Freianlagen
Planer:
Ackermann + Raff Architekten und Stadtplaner
Architekturwettbewerb:
nichtoffener Wettbewerb mit vorgeschaltetem, qualifizierten Auswahlverfahren
Energetik:
Passivhausstandard
Gymnasium:
Sekundarstufe I sechszügig, Sekundarstufe II fünfzügig max. 1.350 Schüler ca. 9.000 qm Nutzfläche, Sporthalle ca. 2.200 qm, Kunst- und Musikräume, Fachräume Naturwissenschaften, Differenzierungsräume, Sammlungsräume, Aula mit Foyer und Bühne
Jugendhaus:
Offene Jugendeinrichtung mit 640 qm Bruttonutzfläche, multifunktionale Werkstatt, Jugendcafé mit Multifunktionsraum, Medienraum, Musikraum, Sportraum, Mädchenraum, Räume für familienorientierte Angebote

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